Photovoltaik und Energiemanagement gehören in Leistungsphase 2
Photovoltaik wird in vielen Projekten erst diskutiert, wenn die Ausführungsplanung längst läuft. Das ist der teuerste Zeitpunkt.
Was die Vorplanung entscheidet
In Leistungsphase 2 fallen Entscheidungen, die eine spätere PV-Anlage entweder ermöglichen oder erschweren:
- Dachaufbau und Statik. Trägt das Dach die Zusatzlast? Wo sitzen Lüftungszentralen und Aufbauten?
- Trassenführung. Ein Leerrohr vom Dach zum Technikraum kostet in der Rohbauphase fast nichts. Nachträglich verlegt kostet es ein Vielfaches.
- Flächenreserve im Technikraum. Wechselrichter, Speicher und Zählerplatz brauchen Platz, der später nicht mehr da ist.
- Netzanschluss. Die Anmeldung beim Netzbetreiber hat Vorlaufzeiten, die man einplanen kann – oder eben nicht.
Eigenverbrauch schlägt Einspeisung
Für Gewerbeobjekte ist der Eigenverbrauch inzwischen fast immer wirtschaftlicher als die Einspeisung. Das ändert die Auslegung: Nicht die maximale Dachbelegung ist das Ziel, sondern die Deckung des tatsächlichen Lastprofils.
Dafür braucht es Verbrauchsdaten. Bei Bestandsgebäuden liefern die Lastgangdaten des Netzbetreibers eine gute Grundlage. Beim Neubau arbeiten wir mit Nutzungsprofilen und Erfahrungswerten vergleichbarer Objekte.
Lastmanagement verbindet die Themen
Sobald Ladeinfrastruktur, Wärmepumpe und PV zusammenkommen, entscheidet das Lastmanagement über die Anschlussleistung – und damit über einen erheblichen Kostenblock. Wer alle drei Themen gemeinsam plant, kommt oft mit einem kleineren Hausanschluss aus.
Unsere Empfehlung
Klären Sie PV, Speicher und Ladeinfrastruktur gemeinsam in der Vorplanung, auch wenn die Umsetzung erst später erfolgen soll. Die Vorbereitung kostet wenig. Die Nachrüstung kostet viel.